Thema Golf-Resort Mascherode

An dieser Stelle dokumentieren wir die Geschehnisse und die öffentlichen Dokumente bzw. Artikel rund um die Planung zum Golfresort Mascherode. 
- Der aktuelle Stand ist, dass das im Dezember 2009 gestartete Raumordnungsverfahren beim Zweckverband Braunschweig am 29. Juli 2010 eingestellt wurde

Hinweise zu Inhalten dieser Seite:
1. Artikel aus der Braunschweiger Zeitung werden aus rechtlichen Gründen nur auszugsweise zitiert. Wenn möglich ist jeweils eine Verknüpfung zum Artikel bei www.newsclick de angegeben.
2. Diese Zusammenstellung wird bei Bedarf erweitert und ergänzt.
3. Stand: Oktober 2010

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Jürgen Meeske, Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtbezirksrat

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15. August 2010
Presseerklärung der SPD-Bezirksratsfraktion zur Einstellung des Raumordnungsverfahrens

SPD zufrieden: Planungen für Golfanlage mit Hotel und Wohngebieten in Mascherode eingestellt

Wir begrüßen, dass der Großraumverband sich entschieden hat, die Planungen zum Golf-Ressort auf Eis zu legen.
Die SPD-Fraktion im Stadtbezirk lehnte die Planungen zur Golfanlage mit Hotel und zwei (Ferien)- Wohngebieten, genannt Golfressort Mascherode, ab. Zu diesem Entschluss kam die Fraktion nach eingehender Prüfung der vorgelegten Unterlagen und der Präsentation der Gutachten im Rahmen des Raumordnungsverfahrens.
Zwei Jahre nach Bekanntwerden der Pläne wurde am 16. Februar 2010 erstmals die Öf-fentlichkeit über die Pläne und Gutachten informiert. Die SPD im Bezirksrat war vorher mehrfach mit Anträgen zu Informationsveranstaltungen an der CDU/FDP-Mehrheit ge-scheitert. Daher ist die SPD dem Großraumverband außerordentlich dankbar, dass er im Rahmen des Raumordnungsverfahrens diese wichtige Informationsveranstaltung auch ohne Beteiligung der Stadtverwaltung durchgeführt hat.
Bei der Präsentation der Gutachten und der anschließenden Diskussion konnten einige Fragen beantwortet werden. Doch vieles blieb auch unbeantwortet und offen. Völlig unbe-friedigend war, dass der Investor mit zum Teil fehlerhaften Unterlagen oder falschen Aus-sagen in das ROV gegangen ist. So wurden Aussagen zum Hotel, Flächenbedarf der Parkplätze und Art der geplanten Belegung der Wohngebiete geändert. Der Antragssteller scheint auch bei den ihm zur Verfügung stehenden Flächen nicht mit offenen Karten ge-spielt zu haben. Das fiel dann ja sogar dem Oberbürgermeister auf, der, nachdem er die Pläne zunächst gefördert hatte, im März 2010 bei der Stadtverwaltung die Planungsakten schließen ließ.
Nach einer von der SPD in Mascherode durchgeführten Umfrage sind bis zu 80 Prozent der Mascheroder Bürgerinnen und Bürger gegen das geplante Projekt gewesen. Dieses Ergebnis ist zwar nicht repräsentativ, aber doch ein wichtiger Fingerzeig.
Mit Befriedigung nehmen wir zur Kenntnis, dass mittlerweile die CDU im Stadtbezirk ihre Lähmung in dieser Sache überwunden hat und die SPD-Anträge unterstützt.


Gez.Jürgen Meeske
SPD- BZR- 213-Fraktion
Fraktionsvorsitzender
 

 
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29. Juli 2010
Einstellung des Raumordnungsverfahrens:
Das Raumordnungsverfahren Golf-Resort Braunschweig-Mascherode wird aufgrund grundlegender und umfassender Veränderungen des Vorhabens gemäß Ziffer 2.6.4 der Verwaltungsvorschriften zum Nds. Gesetz über Raumordnung und Landesplanung (VV-NROG) eingestellt.
(Mitteilung des Zweckverbandes Großraum Braunschweig auf der Internetseite www.zgb.de)
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Die nebenstehende Grafik zeigt die Bereiche der Bebauungspläne. Die Orange dargestellten Flächen sollten auch in Zukunft landwirtschaftlich genutzt werden können.
Die Golfanlagen sollte auf den Grün dargestellten gebaut werden. Direkt angrenzend an Mascherode sollten 2 Baugebiete entstehen.
Stand der Grafik: 27.11.2009

 

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11. Juni 2010
- Artikel in der Stadtbezirkszeitung Südnachrichten / Mascherode Aktuell,
Ausgabe 2010-2

In dieser Ausgabe erschien der der folgende Beitrag zum Thema

Das Misstrauen bleibt
Raumordnungsverfahren zum Golfresort im Zeitverzug
Von Dieter Pilzecker
■ Es ist still geworden um das geplante Golfresort in der Mascheroder Feldmark. Vor allem die undurchsichtige Finanzierung, aber auch der öffentliche Druck der Mascheroder Bürger in der Bürgerinitiative haben im März Oberbürgermeister Hoffmann bewogen, von seinem neuen Prestigeobjekt, das er mit Vehemenz durchdrücken wollte, Abstand zu nehmen. An seinem Rückzug zweifelten aber auch die eigenen Leute, allen voran Wolfgang Manlik (CDU). Deshalb ließ der OB einen „abschließenden“ Beschluss im Verwaltungsausschuss fassen mit der Bemerkung: „Meinetwegen beerdigen wir den Toten auch noch ordentlich.“
Dennoch bleiben Zweifel und Misstrauen bei den Kennern des Oberbürgermeisters. Ob er nicht doch im Hinterkopf die Auferstehung im Schilde führt? Das Raumordnungsverfahren läuft weiter. Die Stellungnahme des zuständigen Zweckverbandes Großraum Braunschweig (ZGB) sollte ursprünglich nach halbjähriger Prüfung am 22. Juni bekannt gegeben werden. Der ZGB koordiniert unter anderem die Planung regionaler Großprojekte mit den umliegenden Landkreisen und kreisfreien Städten.. Doch die Bearbeitung der vielen Einwände und weitere Komplikationen werden einen erheblichen Zeitverzug mit sich bringen. Der Zweckverband wird zu gegebener Zeit sein Resultat zur Beurteilung des Objektes in einer Pressemitteilung bekannt geben, die ausführlichen Erläuterungen dann unter www.zgb.de ins Internet stellen.
Sollte der Zweckverband zu einem positiven Urteil – das fünf Jahre Gültigkeit hat – über die Raumverträglichkeit der eingereichten Planungen zum Golfresort kommen, ist der erste wesentliche Schritt auch für eine vergleichbare Investition getan. Ein anderer Investor könnte auf das angelaufene Verfahren aufspringen und so Hoffmann will, könnte alles weitergehen. Es ist zwar nicht vorstellbar, dass es so laufen würde, doch wie gesagt: das Misstrauen bleibt.

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05. Juni 2010
- Artikel in der Braunschweiger Zeitung von Jörn Stachura

Entscheidung über Golfplatz fällt im August
Großraumverband will Verhandlungen abwarten
Der Großraumverband Braunschweig hat den Zeitplan für das Raumordnungsverfahren Golfplatz Mascherode verändert. Eine Entscheidung über die Raumverträglichkeit des Vorhabens soll nicht Ende Juni, sondern erst im August fallen. (...)
Externer Link: Vollständiger Bericht aus der BZ vom 05-06-2010

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15. April 2010
- Artikel in der Braunschweiger Zeitung von Jörn Stachura

Neuer Anlauf für Golf-Anlage
Investor hat Finanzierungszusage und will Gespräch mit der Stadt suchen - 400 Einwände gegen das Vorhaben
Bekommt Braunschweig doch noch eine Golf-Anlage in Mascherode? Initiator Christian Arenz will einen neuerlichen Versuch starten. Doch seine Chancen scheinen eher schlecht zu stehen.
Weil die Finanzierung unsicher war, hat die Stadt Braunschweig das Projekt zu den Akten gelegt. Arenz berichtet nun: "Wir haben mittlerweile für die geplante Golf-Anlage die Finanzierungszusage einer Fondsgesellschaft." Dem müsse jetzt nur noch die Bankenaufsicht Bafin in Frankfurt zustimmen. Dies sei allerdings eine Formalie, sagt Arenz. (...)
Externer Link: Vollständiger Bericht in der BZ vom 15-04-2010

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17. März 2010
- Meldung in der Braunschweiger Zeitung -

Einstimmig gegen die Golfplatz-Planungen
MASCHERODE. Der Verwaltungsausschuss des Rates hat gestern einstimmig alle Planungsbeschlüsse für eine Golfanlage samt Hotel und Wohnbebauung in Mascherode aufgehoben. "Damit ist nun noch einmal auch formal klargestellt, dass es ein Golfresort in Mascherode definitiv nicht geben wird", sagte Oberbürgermeister Gert Hoffmann. (...)
(vollständiger Artikel als E-Paper bei der BZ, leider nur für registrierte Abonnenten)

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13. März 2010
- Artikel in der Braunschweiger Zeitung von Jörg Fiene
 
Hoffmann beendet Spekulationen um Golfplatz
Verwaltung dreht alle Planungen zurück - Projekt wird nicht wiederbelebt
MASCHERODE. Oberbürgermeister Gert Hoffmann hat gestern alle Spekulationen um die geplante Golfanlage in Mascherode beendet. Die Verwaltung werde der Politik vorschlagen, alle Planungsbeschlüsse im Zusammenhang mit dem Projekt aufzuheben - so wie es die SPD am Donnerstag im Planungsausschuss beantragt hatte. Wie berichtet, hatten CDU und FDP abgelehnt mit Verweis auf einen überflüssigen Arbeitsaufwand. (...)
(vollständiger Artikel als E-Paper bei der BZ, leider nur für registrierte Abonnenten)
 

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13. März 2010
- In der Stadtbezirkszeitung Südnachrichten / Mascherode Aktuell, Ausgabe 2010-1, erschienen folgende Beiträge zum Thema Golfresort Mascherode:

1. Raumordnungsverfahren geht weiter - Die Verwaltung lehnt Pläne aber neuerdings ab.
2. Salto rückwärts bei Golfplätzen in Mascherode - Erst kippt die CDU vor Ort und dann will auch Oberbürgermeister Hoffmann plötzlich nichts mehr von dem Golfprojekt bei Mascherode wissen.
3. Bürgerinitiative Mascheroder Feldmark - Mascheroder Bürgerinnen und Bürger wehren sich gegen die Golfpläne
4. Bürgerinitiative Feldmark Mascherode organisiert Einwendungen zu den Golfplatzplänen
5. Auswertung des Fragebogens der SPD-Mascherode zum geplanten Golfresort -
Wir dokumentieren hier die Ergebnisse einer Umfrage der SPD-Mascherode
6. Leserbriefe
 

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Titelseite dieser Ausgabe: Golfplatz Mascherode ohne Zukunft?

Golfanlage Mascherode:
Raumordnungsverfahren geht weiter
Die Verwaltung lehnt Pläne aber neuerdings ab.
■ Trotz der Erklärung von Oberbürgermeister Hoffmann, dass die Stadt die Pläne zur Golfanlage zu den Akten legen und nicht weiterverfolgen wird erklärte der Antragsteller Arenz, dass er das Raumordnungsverfahren (ROV) zum Abschluss bringen will. Die Pläne wurden in zwei Veranstaltungen am 16. Februar und am 2. März vorgestellt. Herr Kegel vom Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) erläuterte den Zweck des ROV, das die Verträglichkeit der Planung mit dem Umland und der Umwelt beurteilt. Dazu werden Gutachten vom Antragsteller angefordert, Träger öffentlicher Belange um Stellungnahmen gebeten und auch betroffene Bürgerinnen und Bürger können Einwendungen geltend machen. Alle Einwendungen müssen bis zum 22. März beim ZGB eingegangen sein.
Das Verfahren soll bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Das Ergebnis ist laut ZGB fünf Jahre gültig.
Die Pläne der Golfanlage mit Hotel haben sich gegenüber den ursprünglichen Aussagen etwas verändert. Statt drei Golfplätzen werden nur noch zwei 18-Loch Anlagen mit je 60 ha Fläche geplant. Das Hotel wird größer und soll jetzt 180 Zimmer und 40 Apartments bekommen. Frau Christoph vom Ingenieurbüro LAREG stellte die wichtigsten Aussagen der Gutachten vor. Die Gutachter sehen keine unüberbrückbaren Schwierigkeiten für das Projekt.
Im Anschluss an die Vorstellung stellten die Anwesenden Fragen, die jedoch nicht immer zur vollen Zufriedenheit beantwortet werden konnten. Denn viele Detailfragen berühren Themen, die nicht im Rahmen des ROV behandelt werden. Beispiele hierfür sind Fragen zum Investor, zur Finanzierung oder zum Betrieb des Hotels und der Golfanlage. Diese Themenbereiche werden von der Stadtverwaltung bearbeitet, wenn es zum Aufstellen der jeweiligen Planungsbeschlüsse kommen sollte. Dies ist zur Zeit aber nicht absehbar, auch wenn der Antragsteller Arenz weiter bei der Stadtverwaltung für das Projekt werben will.
Laut Pressemitteilung vom 26. Februar ist für die Verwaltung auch ein positiver Abschluss des ROV nicht Anlass, weiter an dem Projekt zu arbeiten.

Salto rückwärts bei Golfplätzen in Mascherode
Erst kippt die CDU vor Ort und dann will auch Oberbürgermeister Hoffmann plötzlich nichts mehr von dem Golfprojekt bei Mascherode wissen.
Von Jürgen Meeske, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Bezirksrat
■ Rücken verbiegen – Salto rückwarts – Fahne in den Wind hängen – im letzten Moment auf den fahrenden Zug aufspringen: Das sind die vier Disziplinen im "Besonderen Vierkampf", die die CDU vor Ort und Bürgermeister Rühmann im Februar vorführten. Bis Ende Februar waren sie uneingeschränkte Befürworter der Golfpläne. Dies, obwohl sie nach eigenem Bekenntnis nicht wussten, was im Detail geplant wird. Mehr noch, mit ihrer Mehrheit im Stadtbezirksrat hatten sie sogar zunächst verhindert, dass sich die anderen Mitglieder und Bürgerinnen und Bürger im Stadtbezirk informieren können.
Nach der ersten Informationsveranstaltung des Zentralen Großraumverbandes im Bürgerhaus Mascherode gab es eine Kehrtwendung, die alle überraschte. Plötzlich forderte die CDU, die Golfpläne nicht weiter zu verfolgen. Als Grund wurde angeführt, dass ja eine Umfrage der SPD in Mascherode gezeigt habe, dass bis zu 80% der Mascheroder Bürgerinnen und Bürger dem Projekt kritisch bis ablehnend gegenüberständen. Die Verwaltung antwortete patzig, man habe die Planungen bereits seit mehreren Wochen gestoppt, werde sie aber wieder aufnehmen, sobald notwendige Informationen des Antragstellers zur Finanzierung vorlägen. Ende Februar schaltete sich OB Hoffmann erstmals offiziell in die Sache ein, zog die Notbremse und verkündete, dass er von den Plänen Abstand nimmt, weil der Investor ungenügend mit der Stadt zusammenarbeite.
Bis zu diesem Zeitpunkt galt die Führung der Verwaltung insgeheim als Befürworter der Golfpläne. Im November letzten Jahres war noch gegen die Stimmen der SPD im Rathaus die beschleunigte Durchführung aller Planungsschritte erzwungen worden. Im Dezember kamen dann von Wirtschaftsdezernent Roth erste skeptische Mitteilungen, weil Fragen zur Finanzierung und Wirtschaftlichkeit des Projektes unbeantwortet blieben.
Im Rückzug beschimpft OB Hoffmann die Mitglieder der Bürgerinitiative Mascheroder Feldmark. Der Vorwurf, diese hätte den Eindruck erweckt, bei Mascherode würde statt des Golfplatzes ein Atommüllendlager geplant, ist an Absurdität kaum zu übertreffen. Zeigt doch der Stopp der Stadt, dass die Fragen und Bedenken der Bürgerinitiative berechtigt waren. Die Mängel bei der Wirtschaftlichkeit, Finanzierung und Zuverlässigkeit des Antragstellers waren zentrale Punkte. Ist es der Bürgerinitiative vorzuwerfen, wenn genau diese Mängel endlich auch von der Verwaltung erkannt werden und beschlossen wird, dass die Mascheroder Feldmark erhalten bleiben soll? Die Verwaltung hätte viel früher kritische Fragen stellen sollen, statt ein neues Glitzerprojekt ungeprüft zu fördern!

Bürgerinitiative Mascheroder Feldmark
Mascheroder Bürgerinnen und Bürger wehren sich gegen die Golfpläne
Von Dieter Pilzecker
■ Der Widerstand formiert sich. Von den Umfrageergebnissen getragen, dass gut 80% der Mascheroder Bürger gegen die geplante Golfanlage sind, haben sich in mehreren Zusammenkünften die Einwohner des Ortes entschieden, in der Bürgerinitiative Mascheroder Feldmark gemeinsam gegen das Anliegen vorzugehen. Das Ergebnis der bisherigen Veranstaltungen ist die Verabschiedung von Leitsätzen, die das Selbstverständnis der Bürgerinitiative aufzeigen sollen und dazu aufrufen, alle diejenigen, die ihre Auffassung darin wiederfinden, an künftigen Veranstaltungen teilzunehmen und ihre Anregungen zur Verhinderung des Vorhabens einzubringen.
Die Kernpunkte der Leitsätze lauten:
- Die traditionellen landwirtschaftlichen Kulturflächen der Mascheroder Feldmark dürfen nicht für ein riskantes und undurchsichtiges Golfprojekt mit einem landschaftsuntypischen 4-stöckigen Hotelbau hergegeben werden.
- Der hochwertige fruchtbare Acker in der Größe von zirka 200 ha darf nicht verloren gehen, um dem Freizeitspaß von wenigen zu dienen. Das ist ethisch nicht vertretbar.
Die vollständige Fassung ist nachzulesen unter www.unser-braunschweig.de, sie ist auch im Ort verteilt worden.
Als wichtige Aufgabe steht gerade an, Einwände zu den Unterlagen des laufenden Raumordnungsverfahrens einzubringen. Der Zweckverband Großraum Braunschweig hat in zwei Veranstaltungen das Projekt im Bürgersaal Mascherodes vorgestellt und fordert in einer Bürgerbeteiligung auf, Vorschläge und Bedenken bis zum 22. März schriftlich einzureichen. Dies ist zu geschehen an den Zweckverband Großraum Braunschweig, Frankfurter Straße 2, 38122 Braunschweig oder auch per Email an zgv@zgb.de.
Die Informationen zum Vorhaben sind nachzulesen unter www.zgb.de >Regionalplanung >Raumordnungsverfahren.
Die Bürgerinitiative nimmt Einwände zur Zusammenfassung und Weiterleitung bis zum 15. März entgegen. Sie sind zu richten an Dieter Pilzecker, In den Springäckern 105, 38126 Braunschweig oder an dpilzecker@t-online.de
Auch wenn nach jüngsten Pressemitteilungen bekannt wird, dass die Verwaltung die weitere Planungsarbeit als beendet sieht, wird das Raumordnungsverfahren weitergeführt, und die Bedenken sollten auch eingereicht werden.

Bürgerinitiative Feldmark Mascherode organisiert Einwendungen zu den Golfplatzplänen
■ Am 3. März hatten sich gut 120 Zuhörer zum ersten Informationsabend der Bürgerinitiative Mascheroder Feldmark eingefunden. Prof. Dr. Sievers leitete das Treffen souverän und stellte die Ziele und Motivation der Bürgerinitiative (BI) dar. Fachleute erläuterten die Argumente der BI zu verschiedenen Themenbereichen.
Wasser und Hydrologie
Herr Jacobs erläuterte, dass nach früheren Untersuchungen Pläne zur Wohnbebauung im Bereich Kohliwiese und In den Springäckern nicht weiterverfolgt wurden. Die komplizierten Wasserverhältnisse hätten nur durch aufwändige bauliche Maßnahmen kompensiert werden können.
Die Mitarbeiter des gleichen Büros kommen jetzt auf Basis der gleichen Daten zu einem anderen Ergebnis und halten die Bebauung für möglich. Aber mit den richtigen Mitteln könnte man schließlich auch in der Nordsee bauen. Kostengünstig sei dass aber sicher nicht.
Agrarchemie und Agrarethik
Dr. Meier führte aus, dass mit dem Vorhaben über 180 ha erstklassiger Ackerboden zur Herstellung von Nahrungsmitteln vernichtet werden. Weltweit ginge jährlich eine Fläche von der Größe der Schweiz zur Nahrungsmittelherstellung verloren, eine Tendez, die sich auf Dauer bedrohlich auf uns Menschen auswirke. In den Gutachten seien die Angaben zur Düngung der Ackerflächen und Golfplatzflächen fragwürdig. Auf der Golfplatzfläche würde im Bereich der Spielflächen (Greens) sehr stark belastet, in erster Linie um Regenwürmer und Maulwürfe zu vernichten. Der tatsächliche Gifteintrag in den Boden sei beim Golfplatz nicht wirklichkeitsnah berechnet.
Baulichkeiten und Auslastung
Professor Sievers rechnete vor, dass die Angaben zu bebauten und versiegelten Flächen einer Überprüfung nicht standhielten. So sind die angesetzten Grundflächen für das Hotel zu klein, nicht einmal 50 Parkplätze sind eingerechnet und notwendige technische Gebäude nicht berücksichtigt.
Zur Beurteilung der Angaben zum Betrieb wurden Vergleichzahlen von anderen Hotels und Golfresorts angefragt. Die Auslastung von Hotels in Braunschweig liegt in der Regel unter 45 %, für das Golfhotel setzt der Antragsteller aber 70% Auslastung an. Viele Golfhotels in Deutschland suchten auch händeringend Gäste, um die weitere Existenz zu sichern. Der Antragsteller und die Gutachter schätzten den Bedarf an Golfplätzen in Deutschland unrealistisch hoch ein.
Flächenverfügbarkeit und Nebeneinander von Golfsport und Ackerbau
Herr Loges hob hervor, dass Darstellungen des Antragstellers zur Flächenverfügbarkeit falsch seien. Mindestens sieben Eigentümer wollen Ihr Land weiter landwirtschaftlich nutzen bzw. nutzen lassen. Bei diesem absehbaren Flickenteppich sei ein Nebeneinander von Golfsport und Ackerbau kaum vorstellbar.

Auswertung des Fragebogens der SPD-Mascherode zum geplanten Golfresort
Wir dokumentieren hier die Ergebnisse einer Umfrage der SPD-Mascherode
■ Die Planungen sehen vor, dass rund 200 Hektar der Mascheroder Feldmark südlich der Stöckheimstraße bis hinüber zur Salzdahlumer Straße für eine große Golfanlage verwendet werden sollen. Auf dem Gelände sollen entstehen zwei 18-Loch-Plätze, ein 6-Loch-Platz, eine 4-stöckige Hotelanlage und 200 Wohn- und Ferienhäuser für die Golfer.
Bürger aus Mascherode und Umgebung konnten durch Ankreuzen und in freier Form ihre Meinung kundtun .
Die Ergebnisse der Fragen 1 bis 3 spiegeln sich auch in den Antworten zu Frage 5 wider, sie ergeben, dass rund 16 % für das Golfprojekt stimmten und 84 % dagegen. Die Befragungsaktion kann nur ein grobes Meinungsbild geben, denn es wurden nur gut 10 % der verteilten Fragebögen zurückgegeben.
- Die Tabelle mit der Auswertung der zurückgegeben Fragebögen finden Sie in der pdf-Ausgabe der Stadtbezirkszeitung -
Dreiviertel der Befragten gaben ihren Bogen namentlich zurück. Eine große Anzahl von Fragebögen enthielt in freier Form Argumente für die angekreuzten Aussagen, die nebenstehend zusammengefasst wiedergegeben werden:
Argumente gegen das Projekt
- Golfplätze im Braunschweiger Umland sind ausreichend für den regionalen Bedarf (6x)
- Das fruchtbare Ackerland soll der Ernährung vorbehalten bleiben (15x)
- Die landwirtschaftlichen Kulturflächen werden zerstört (12x)
- Der dörflich-ländliche Charakter Mascherodes verschwindet (11x)
- Eine „Golfsiedlung“ lädt Kriminelle ein (2x)
- Die Quelle „Spring“ ist durch die Bebauung gefährdet (6x)
- Das Golfspielen zwischen bearbeiteten Ackerflächen ist nicht verträglich (4x)
- Das Wild wird von der Feldmark vertrieben (3x)
- Das Verkehrsaufkommen und damit der Lärm werden zunehmen (13x)
- Die Gegend um Mascherode ist für einen exklusiven Aufenthalt nicht attraktiv genug (1x)
- Das freie Wandern durch Feld und Flur ist nicht gewährleistet (9x)
- Das 4-Sterne-Hotel passt nicht in die Landschaft (2x)
- Das umgeformte Land kann sicher nicht mehr rückgebaut werden (7x)
- Eine Abschlaganlage in der Nähe des Wohngebietes erzeugt zu viel Lärm (2x)
- Der Grundwasserspiegel In den Springäckern könnte sich problematisch verändern (10x)
- Die Finanzierung mit billigem Ackerland über teures Bauland ist utopisch (6x)
- Die Planungen zur Finanzierung sind unseriös (9x)
- Beim Scheitern des Vorhabens dürfte eine riesige Landschaftsbrache zurückbleiben (2x)
- Die Wirtschaftlichkeit des Projektes ist schwer vorstellbar (7x)
Argumente für das Projekt
- Es sollte nicht wieder eine Chance vertan werden, Mascherode aufzuwerten (1x)
- Der Bedarf eines Golfplatzes ist durch bereits 850 Anmeldungen gegeben (1x)
- Die 200 Ferien- und Wohnhäuser werden in kürzester Zeit verkauft (1x)
- Das Osterfeuer und die Veranstaltungen können an einem anderen Platz stattfinden (4x)
- Das Konzept mit dem 4-Sterne-Hotel ist wichtig und sinnvoll (2x)
- Der Bau eines Golfplatzes ist besser als eine Bebauung mit Häusern (1x)
- Ein Golfplatz ist eine Verschönerung der Landschaft (2x)
- Ein öffentlicher Platz sollte vorgesehen werden (1x)

Die Redaktion gibt hier zwei Leserbriefe zum Thema Golfresort wieder:
Es wird demonstriert gegen LKW-Parkplätze, Schloss-Arkaden, Flughafenerweiterung, Hühnermast und nun tun einige in Mascherode so, als sollten wir den Müll aus der Asse aufnehmen. Aber wir bekommen „nur“ einen großen Park für alle Bürger, in dem Golf gespielt werden kann. Wer aufmerksam die Medien verfolgt, weiß, dass wir wegen des Verlustes der 200 ha Ackerland nicht verhungern werden. Die Landeigner, die ihr Land behalten möchten, sind in der Planung gar nicht mehr erfasst, sie können es weiter bewirtschaften. Es wollte Sie auch nie jemand vertreiben. Aus eigenen Verhandlungen weiß ich, dass jeder Eigentümer von Ackerflächen drei Möglichkeiten hat: tauschen, verpachten oder verkaufen. Zwei Landwirte waren zu keiner Zeit gesprächsbereit, da sie vor einigen Jahren wertvolles Ackerland am Schmiedeweg als Bauland verkauft haben und finanziell sehr gut gestellt sind.
In einer Demokratie darf jeder mit seinem Eigentum machen, was er will. Dieses Grundrecht ist sowohl Gegnern wie Befürwortern einzuräumen. Entgegen der Ansicht der Bürgerinitiative weiß ich, dass das Golfplatz-Projekt niemandem schadet. Im Gegenteil, es werden ca. 100 Arbeitsplätze geschaffen, der Spring bleibt erhalten und für das Osterfeuer wird sich auch ein Platz finden. Hätten Generationen vor uns keine Neuerungen zugelassen, würden die Gegner hier gar nicht wohnen können.
Ortrud Pape

Das, was den Reiz Mascherodes bislang ausmachte, seine Nähe zur Stadt und eine weitgehend intakte ländliche Umgebung, sollen verloren gehen. Wir halten es für unverantwortbar, das hochwertige Böden, gutes Ackerland zugunsten von Freizeitsport für Betuchte verloren gehen soll! Was geschieht, wenn Vermarktung und Bebauung der geplanten Riesenanlage nicht die erhoffte Nachfrage erbringen? Ein Rückbau dürfte wohl kaum realisierbar sein. Glaubt man wirklich an „internationalen Golftourismus samt Erwerb von Wochenendimmobilien“ ausgerechnet in Mascherode? Ähnliche Projekte sind z.B. im landschaftlich reizvollen Harzvorland kläglich gescheitert!
Unverantwortlich erscheint auch, dass das Nutzungskonzept keine konkreten Angaben zur Problematik des Wasserhaushaltes macht. Abgesehen vom Problem des Grundwasserspiegels und möglichen Veränderungen und damit verbundenen Folgen, erscheint es uns unvertretbar, wenn in den (zunehmend wärmeren) Sommermonaten 200 ha Rasenflächen bewässert werden müssen, um die gepflegte Golfanlage zu erhalten. Schon heute rechnen Umweltschützer vor, wie sorgsam wir mit dem Wasserverbrauch sein müssen.
F. Nitzsche, U. Nitzsche
 

 

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09. März 2010
- Sitzung des Stadtbezirksrates -

Diese Sitzung war aufschlussreich, weil hier nach dem Artikel in der BZ vom 20. Februar erwartet worden war, dass sich die CDU-Vertreter im Stadtbezirksrat eindeutig gegen das Projekt Golfresort Mascherode aussprechen würden.
Diese Erwartung wurde aber nicht erfüllt. Bei dem entsprechenden Antrag enthielt sich die Mehrheit der CDU-Fraktion der Stimme.

Zu dieser Sitzung gab es ursprünglich 2 Anträge zum Thema Golfresort.
- Die CDU forderte noch einmal eindringlich auf den Golfplatz-Entwickler einzuwirken, die bislang für eine Bewertung des Vorhabens notwendigen Unterlagen kurzfristig einzureichen. (TOP 6.2)
(Anmerkung: Dieser Antrag wurde in der Sitzung zurückgezogen.)

- Die SPD beantragte die Planungen für das Golfresort Mascherode und die Baugebiete "Kohliwiese" und "In den Springäckern"  einzustellen.
(Anmerkung: Dieser Antrag wurde mit 9 Stimmen bei 4 Enthaltungen angenommen. Die Enthaltungen stammten alle aus der CDU/FDP Gruppe. Bezirksbürgermeister Rühmann (CDU) stimmte für diesen Antrag.)

Externer Link: Tagesordnung der Sitzung des Stadtbezirksrates 213 vom 09-03-2010

Externer Link: Protokoll der Sitzung des Stadtbezirksrates 213 vom 09-03-2010

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05. März 2010
- Artikel in der Braunschweiger Zeitung von Jörn Stachura

Bau des Golf-Hotels soll verhindert werden
120 Mascheroder bei der Sitzung der Bürgerinitiative - Golfplatz-Initiator wirbt für Kompromiss-Bereitschaft
MASCHERODE. Die Bürgeriniative hatte eingeladen, um die Argumente gegen eine Golf-Anlage in Mascherode zusammenzutragen. 120 Bürger füllten den Saal restlos. Einige fanden nur einen Stehplatz. Auch Jan Schnoor, Vertreter des Golfplatz-Initiators, der um Teilnahme-Erlaubnis gebeten hatte. (...)
Externer Link: Vollständiger Artikel in der BZ vom 05-03-2010

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02. März 2010
- Artikel in der Braunschweiger Zeitung von Jörn Stachura

Erleichterung über Golfplatz-Aus
Bürgerinitiative in Mascherode spricht von Teilerfolg und sammelt Einwände für das
Raumordnungsverfahren

MASCHERODE. Die Stadt Braunschweig will keine Neubaugebiete in Mascherode ausweisen. Damit ist das Entwicklungsmodell für einen Golfplatz dort gescheitert. Erleichterung in der Politik, doch die Bürgerinitiative hält an ihrem Protest fest.
Heute um 16 Uhr lädt der Großraumverband in den Bürgersaal von Mascherode ein und wird die geplante Golf-Anlage erneut vorstellen. (...)
Externer Link: Vollständiger Bericht in der BZ vom 02-03-2010

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27. Februar 2010
- Artikel in der Braunschweiger Zeitung von Jörg Fiene

Golfplatz-Initiator lässt Ultimatum verstreichen - Stadt stoppt das Projekt
Hoffmann beklagt fehlende Nachweise zur Finanzierung - Planer: Forderung der Verwaltung unrealistisch
In Mascherode wird kein Golfball fliegen. Oberbürgermeister Gert Hoffmann erklärte das umstrittene Golfplatz-Projekt samt Hotel gestern für erledigt. Initiator Christian Arenz warf der Verwaltung im Gegenzug unseriöses Verhalten vor. (...)
Externer Link: Vollständiger Bericht in der BZ vom 27-02-2010

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24. Februar 2010
- Meldung in der Braunschweiger Zeitung -

SPD fordert Planungsende für Golf-Anlage
Die SPD-Fraktion im Stadtbezirk, so eine Mitteilung, lehnt die Planungen zur Golf-Anlage in Mascherode mit Hotel und zwei Wohngebieten ab.
Zu den Gründen hieß es: Bei der Präsentation der Gutachten durch den Zweckverband und der anschließenden Diskussion seien zwar einige Fragen beantwortet worden. Völlig unbefriedigend sei jedoch, dass der Investor mit zum Teil fehlerhaften Unterlagen oder falschen Aussagen in das Raumordnungsverfahren gegangen sei, so die SPD. (...)
(vollständiger Artikel als E-Paper bei der BZ, leider nur für registrierte Abonnenten)

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20. Februar 2010
- Artikel in der Braunschweiger Zeitung von Jörn Stachura

"Planung für Golf-Anlage abbrechen!"
Mascherodes CDU lehnt Projekt ab – Bürgermeister: Vorhaben ist den Bürgern nicht mehr zu vermitteln
Die Informationsveranstaltung des Großraumverbandes zur geplanten Golf-Anlage hat Spuren hinterlassen. Mascherodes Bürgermeister Dirk Rühmann lehnt nunmehr das Projekt ab. Er fordert die Verwaltung auf: "Die Planung für die Golf-Anlage ist abzubrechen!" (...)
Externer Link: Vollständiger Artikel in der BZ vom 20-02-2010

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18. Februar 2010
- Artikel in der Braunschweiger Zeitung von Jörn Stachura

Golf-Hotel soll größer werden
Bürgerinformation in Mascherode - Gegner der Golfanlage halten Gutachten für fehler- und lückenhaft
Der Großraumverband hat die Gutachten zur in Mascherode geplanten Golfanlage erstmals öffentlich vorgestellt. An der ursprünglichen Planung gibt es einige Änderungen. So soll das Golf-Hotel größer als zunächst geplant ausfallen. (...)
Externer Link: Vollständiger Bericht in der BZ vom 18-02-2010

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06. Februar 2010
- Artikel in der Braunschweiger Zeitung von Jörn Stachura

Landwirte geben keine Wege für Golfanlage frei
Kritik am Gutachterbüro, das das Bauen in der Feldmark für möglich hält
Die Planungsunterlagen für die Golfanlage Mascherode liegen nunmehr auf dem Tisch, und die Projektgegner glauben Wege gefunden zu haben, das Projekt zu stoppen.
Donnerstagabend tagte die dortige Bürgerinitiative, die im komplizierten Planfeststellungsverfahren nun Unterstützung aus Braunschweig Stadt erhält. Zumal die Kombination Golfplatz, Hotel, Wohngebiet ein bundesweit beliebtes Projektentwicklungsmodell ist. Etwa in Leipzig, Wulmstorf oder Konz. Die erfolgversprechendsten Wege, solche Projekte zu verhindern, haben andere Bürgerinitiativen beschrieben. Die Gegner ziehen ihre vermeintliche Asse aus dem Ärmel . (...)
Externer Link: Vollständiger Artikel in der BZ vom 06-02-2010

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25. Januar 2010
- Artikel in der Braunschweiger Zeitung -

Neubaugebiete sollen im Jahr 2020 gefüllt sein
Gutachter: Hoher Grundwasserspiegel macht das Unterkellern schwierig - Ersatzfläche für streng geschützte Feldlerche notwendig
Es ist ein Berg Papier, den Gutachter zusammengetragen haben, um das Gebiet südlich von Mascherode auf seine Golfplatz- und Wohngebiet-Tauglichkeit zu untersuchen. Das Resultat lautet: Das Projekt ist raum- und umweltverträglich. Ein Ja, das allerdings mit vielen Aber verbunden ist.
Rund zwei Jahre wird bereits am Konzept gefeilt. Und weil nicht alle Grundstückseigentümer verkaufen oder verpachten wollten, musste der ursprüngliche Plan überarbeitet werden. (...)
(vollständiger Artikel als E-Paper bei der BZ, leider nur für registrierte Abonnenten)

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23. Januar 2010
- Artikel in der Braunschweiger Zeitung von Jörn Stachura

Golfhotel rückt Mascherode näher
Zweckverband stellt Gutachten zum Golfplatz vor - Verhandlungen mit zwei möglichen Hotel-Betreibern
Der Zweckverband hat die Unterlagen und Gutachten zum Bau einer Golfanlage mit Neubaugebieten und Hotel in Mascherode veröffentlicht. Initiator Christian Arenz ist mit dem gegenwärtigen Stand des Verfahrens höchst zufrieden. (...)
(vollständiger Artikel als E-Paper bei der BZ, leider nur für registrierte Abonnenten)

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13. Januar 2010
- Artikel in der Braunschweiger Zeitung von Jörn Stachura

Warten auf allerletzte Golfplatz-Gutachten
Unterlagen sollen Ende Januar öffentlich ausliegen
MASCHERODE. Bewegung im Verfahren um die geplante Golfanlage in Mascherode. Der Zweckverband hat angekündigt, noch in diesem Monat das so genannte Raumordnungsverfahren anlaufen zu lassen. Dann können eventuelle Bedenken geltend gemacht werden. (...)
Externer Link: Vollständiger Artikel in der BZ vom 13-01-2010

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08. Dezember 2009
- Artikel in der Braunschweiger Zeitung von Jörn Stachura

Verwaltung setzt Projektplaner für Golfanlage unter Druck
Streit um die Frage, ob Golfplatz und Golfhotel im öffentlichen Interesse liegen oder nur der Freizeit dienen
Die Stadt Braunschweig ändert ihre Haltung gegenüber dem Planer der Golfanlage in Mascherode. Wie es in einer Mitteilung heißt, hat die Stadt ihn aufgefordert, für Klarheit zu sorgen, dass in Mascherode tatsächlich Golfplatz und Golfhotel gebaut werden.
Wie Wirtschaftsdezernent Joachim Roth erläutert, habe die Verwaltung "bis heute keine ausreichenden Informationen, um prognostizieren zu können, ob das Projekt gute Chancen auf Realisierung hat". (...)
Externer Link: Vollständiger Artikel in der BZ vom 008-12-2009

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04.Dezember 2009
- In der Stadtbezirkszeitung Südnachrichten / Mascherode Aktuell, Ausgabe 2009-4, erschienen folgende Beiträge zum Thema Golfresort Mascherode:

1. Sachstand zum Golfresort Mascherode
2. Vom Umgang mit den Menschen
3. Achtung: Glosse! - In Mascherode bricht das Golfzeitalter an…
oder: Mascherode der Golfnabel Deutschlands?
4. Leserbrief

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Golfresort Mascherode sorgt für Aufregung

Sachstand zum Golfresort Mascherode
■ Noch im September war ein SPD-Antrag zu einer öffenlichen Informationsveranstaltung zum Golfresort in Mascherode von der CDU/FDP- Mehrheit im Bezirksrat abgelehnt worden. Trotzdem wurde jetzt zumindest im Bezirksrat über das Projekt informiert, nachdem die SPD dies auf die Tagesordnung setzen ließ. Die Sitzung verlief zum Teil turbulent. Hier folgt eine Darstellung des aktuellen Sachstandes.
Die Stadt Braunschweig hat die Änderung des Flächennutzungsplanes auf den Weg gebracht. Auf dieser Grundlage werden drei Bebauungspläne aufgestellt, nämlich für das Golfresort und die Wohngebiete Springäckern-Süd und Kohliwiese.
Die Grafik zeigt die geplante Nutzung im Überblick. Für das Golfresort stehen nicht alle ursprünglich vom Investor gewünschten Flächen zur Verfügung. Darum wird jetzt ein Nebeneinander von landwirtschaftlicher Nutzung und Golfsport geplant.
Die Baugebiete Springäckern-Süd und Kohliwiese sollen nacheinander entwickelt werden. Die geplanten 200 Einfamilien- und Ferienhäuser sollen überwiegend an nationale und internationale Golfsportfreunde verkauft werden. Das Wohngebiet Kohliwiese muss 100m Abstand zum Waldgebiet Mascheroder Holz einhalten.
Die Vermarktung der beiden Wohngebiete soll die Finanzierung des Golfresorts sicherstellen. Das Golfresort besteht aus zwei 18 Loch-Plätzen für Clubmitglieder und einer öffentlichen 6-Loch-Anlage. Das geplante 4-Sterne-Golfhotel soll gehobenen Ansprüchen genügen.
Das Raumordnungsverfahren soll November/Dezember eingeleitet werden und binnen sechs Monaten abgeschlossen sein. Dazu gibt es eine Beteiligung der Öffentlichkeit von acht Wochen, etwa ab Mitte Dezember 2009.
Mehr dazu im Internet unter www.zgb.de

Die untenstehende Grafik zeigt die Bereiche der Bebauungspläne. Die Orange dargestellten Flächen sollen auch weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden können.
Das Raumordnungsverfahren war bei Redaktionsschluss noch nicht eingeleitet. Trotzdem wird die notwendige Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung der Bebaungspläne von der Stadt bereits in einem beschleunigten Verfahren bearbeitet. Stand: 27.11.2009

 
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Vom Umgang mit den Menschen
Zum Thema Golfresort gehen die Wogen hoch. Auf der letzten Bezirsratssitzung wurde die Chance vertan, die Diskussion zu versachlichen.
Von Jürgen Meeske, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Bezirksrat
■ Bis jetzt ist die Diskussion um das Golfresort-Projekt schon ziemlich unbefriedigend gelaufen. Wenn es gut gelaufen wäre, dann wäre folgendes passiert: Ein Unternehmer wird bei der Stadt vorstellig und präsentiert sein Projekt. Die Stadt stellt fest, dass dieses Projekt für die Stadt als Ganzes einen Gewinn bedeuten würde, jedoch auch Beeinträchtigungen für den benachbarten Stadtteil bestehen, insbesondere, wenn das Projekt scheitert. Und die Gefahr des Scheiterns ist nicht von der Hand zu weisen. Dennoch will die Stadt die Chance wahrnehmen.
Die Stadt hat nun genug Fingerspitzengefühl und Erfahrung, um mit diesem Sachverhalt fertig zu werden. Zunächst verhandelt sie mit dem Investor, um sich abzusichern. Da die Stadt aus Erfahrung weiß, wo die Befindlichkeiten liegen, nimmt sie diese vorweg und sucht mit dem Investor nach Lösungen. So vorbereitet, tritt die Stadt frühzeitig an die Bürger heran und informiert sie umfassend. Es entsteht eine breite Diskussion in der Bürgerschaft, die von den örtlichen Politikern moderiert wird. Was dann noch an zusätzlichen Anregungen und Bedenken vorgetragen wird, wird von der Stadt aufgenommen und fließt, soweit möglich, in das Projekt ein.
Und am Ende sind alle zufrieden: Die Stadt hat eine neue Attraktion, der Investor hat ein tolles Projekt verwirklicht, die Bürger fühlen sich von ihrer Stadt ernst genommen. Man kann es zwar nie allen recht machen, aber die große Mehrheit weiß, dass „ihre“ Stadt mit diesem Vorhaben voran gekommen ist.
Schön wär‘s gewesen. Stattdessen macht die Stadt Dienst nach Vorschrift und lässt die betroffenen Bürger und den Investor allein. Sofort schießen die Gerüchte ins Kraut, die Gemüter erhitzen sich, eine Woge der Empörung baut sich auf. Und ein völlig überforderter Bezirksbürgermeister macht alles nur noch schlimmer, indem er versucht, die Diskussion zu deckeln. Wird schon alles seinen ordentlichen Gang gehen.
Schöne Bescherung. Passt auch zur Jahreszeit.
Was ist nun zu tun?
Die SPD will versuchen, die Scherben aufzukehren und den Prozess wieder in vernünftige Bahnen zu lenken. Einerseits wollen wir über unsere Ratsmitglieder die Stadtverwaltung, insbesondere die Wirtschaftsförderung dazu anhalten, ihre Aufgaben auch wahrzunehmen. Andererseits werden wir versuchen, die Bürgerinnen und Bürger weiter umfassend zu informieren, die Meinungsbildung zu moderieren und die Ergebnisse in das Projekt einfließen zu lassen. Dazu wollen wir herausfinden, wie die Stimmung in Mascherode nun wirklich ist. Bisher hört man ja vor allem die Gegner, aber die sind ja auch immer am lautesten.
Deshalb gibt es den Fragebogen von Mascherode Aktuell, der mit diesem Heft verteilt wird. Als Nächstes ist eine Informationsveranstaltung geplant mit dem Investor und einem Vertreter der Raumplanungsbehörde. Vielleicht kann oder darf ja auch ein Vertreter der Stadtverwaltung teilnehmen.
Die Menschen müssen abgeholt werden bei den Sorgen, die sie haben. Wenn man das nicht tut, weiß man nicht, was ihre Sorgen sind bzw. wo die Probleme liegen. Aber man darf auch nicht beim Abholen stehen bleiben, sondern muss auch führen. Politik muss abholen und führen. Das erwarten die Menschen auch. Und das Ganze muss man auch wollen, und man muss es gut machen.

Achtung: Glosse!
In Mascherode bricht das Golfzeitalter an…  oder: Mascherode der Golfnabel Deutschlands?
Von Henning Habekost, Stadtteilheimatpfleger von Mascherode
■ Nun denn: Golf spielt in Zukunft beinahe jeder!! Daher wird es hoffentlich auf dem gigantischen Golfresort auch ein Areal für die weniger Betuchten geben. Dort sollte dann der bodenständige Normalbürger mit geringem Aufwand sein Handicap steigern können. Ein kleiner Einkaufsroller, bestückt mit verschiedenen Handstöcken von diversen Urlauben im Schwarzwald, Bayerischen Wald, Österreich oder Harz, bietet sich als Trolley an. Die umgedreht verwendeten Handstöcke eignen sich blendend für Anfängerrunden. – Natürlich wird dabei die Grasnarbe geschont und der physisch geforderte, schnell ermüdende Einstiegs-Golfer könnte sich in herkömmlicher Weise auch darauf stützen! Einen Handschuh für die Gesäßtasche wird wohl jeder noch im Dielenschrank finden.
Viele Bürgerinnen und Bürger des Ortes sind bestimmt schon in froher Erwartung, denn wer möchte nicht einmal mit Veronika Ferres, Franz Beckenbauer oder Boris Becker beim Rotwein im 5-Sterne-Hotel zusammen sitzen. Vielleicht trifft man auch den Scheich von Katar, wenn er im Kfz-Reparaturbetrieb Klinzmann seinen Lamborghini warten lässt. Es ist zu erwarten, dass Prinz Poldi von Bayern, Elmar Wepper, Uli Hoeness, Theo und Karl Aldi-Albrecht sowie Christian Neureuther zu einer Skatrunde im Eichenwald aufschlagen werden. Am Stammtisch für Angler, Jäger und andere Lügner sowie an weiteren Spieltischen zeigen sie sich sicherlich als sozial-kompatible Golfer. Samstags shoppen bei Görge, indem Uschi Glas, Jenny Elvers, Nina Ruge, Ottfried Fischer und vielleicht Alfons Schuhbeck in einer Reihe mit uns an der Käsetheke stehen, das hat schon was!
Die neuen Baugebiete, spezifisch für weitgereiste Golfer angelegt, sollten entsprechend benannte Straßen bekommen. Somit könnte sich der Bezirksrat mit dem Tiger-Woods-Weg und der Bernhard-Langer-Straße anfreunden, um so die global-offene Einstellung Mascherodes zu bekunden.
Neue Geschäftsfelder ergeben sich, indem weltgewandte Ortsbewohner VIP-Treffen am häuslichen Herdfeuer organisieren – die BZ berichtet anschließend exklusiv darüber. Ein lukratives Shuttle-System mit VW-Multivans zwischen dem Flughafen Waggum und Mascherode lohnt sich bestimmt. Darüber hinaus ist eine professionelle Schule für Ballkinder ungemein wichtig, um das Einsammeln der Golfbälle adäquat vorzubereiten. Geübte Gartengestalter können sich beim Modellieren der Landschaft einbringen: z.B.Wasserspeicher ausheben und biotopgerecht bestücken, Bunker anlegen, ohne dass kriegerische Bedrohung angesagt ist, und Nivellieren des „Grüns“ mit eigenen Gartenmaschinen. Bauern praktizieren um die Bahnen herum und haben unaustauschbare Erlebnisse im Zusammenspiel zwischen Golf und Landwirtschaft, insbesondere beim Einsatz moderner Pflegemaschinen und wirksamer Düngemaßnahmen. Gleichzeitig erfreuen sich die Passanten auf den Feldwegen, dieses harmonische Miteinander zu erfahren.
Das Motto „Alles wird gut!“ gilt für ca. 200 ha derzeit bestes Ackerland. – Mal sehen, ob das alles so kommt?
Eulenspiegel wirkte früher ebenfalls schon in dieser Gegend!


Zum Thema Golfresort hat uns folgender Brief erreicht, im dem das Projekt kritisiert wird.
Leserbrief von Prof. Dipl.-Ing. J. Sievers
Die Rechnung ohne den Wirt gemacht
Wenn die Stadt Braunschweig einen Golfplatz mit Hotel, die Planungskosten und obendrein noch einen Bebauungsplan kostenlos bekommen kann, dann ist es nur verständlich, wenn der Oberbürgermeister – im übergeordneten Interesse der Stadt – einem solchen Vorhaben zustimmt.
Vollkommen unverständlich ist es aber, wenn ein X-beliebiger Investor durch die Stadt Braunschweig von den wirtschaftlichen Risiken seines Investments befreit wird, indem man ihm zusichert, dass der eigentlich defizitäre Golfplatzausbau subventioniert wird durch den Verkauf hochwertiger Baugrundstücke in Mascherode.
Bevor ein Investor mit erheblichem politischen Druck und vagen Versprechungen (150! Arbeitsplätze, ein zweites 5 Sterne Hotel, Förderung des Tourismus, ca. 50.000 Besucher pro Jahr, usw.) die Stadt weicht kocht, sollte er doch zuerst einmal den Erwerb der notwendigen Flächen nachweisen.
Und hier steht es nicht zum Besten. (siehe dazu Seite 2, die Red.)
Aus den bisherigen vier Golfplatzverweigerern sind inzwischen sieben geworden, denen ein Großteil der erforderlichen Flächen gehört. Weitere vier Eigentümer wurden bisher überhaupt noch nicht gefragt, ob sie ihr Land verkaufen wollen.
Diese merkwürdige Vorgehensweise lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass der Investor sich im Vorfeld durch den Verkauf von Grundstücken sanieren will, ihm aber an der Realisierung von Golfplatz, 5-Sterne-Golfhotel, Bebauung und Besucher Parkplätzen letztendlich nichts liegt.
Auch der von uns gewählte Ortsrat hat in der Golfplatzfrage nichts Besseres zu tun als im parteipolitischen Hick Hack den Bürgerwillen bis zur Unkenntlichkeit zu zerschroten, obwohl doch hier eigentlich eine Sachentscheidung – unabhängig von politischer Zugehörigkeit – gefragt ist, aber kein vorauseilender Gehorsam gegenüber den Wünschen des Oberbürgermeisters.
Vielleicht wäre es ratsamer, sämtliche Beschlüsse solange auf Eis zu legen, bis der Investor den tatsächlichen Erwerb der erforderlichen Flächen nachgewiesen hat.

 

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04. Dezember 2009
- Artikel in der Braunschweiger Zeitung von Jörn Stachura

Altes Gutachten aufgetaucht – Experte rät von Bebauung am Golfplatz ab
Gegner gründen in Mascherode Bürgerinitiative – Informationsveranstaltungen im Januar und Februar
Ein altes Gutachten der Stadt ist aufgetaucht und weckt Zweifel an der Bebaubarkeit des Golfgeländes. Die Debatte darüber schlägt in Mascherode immer höhere Wellen. Gegner haben eine Bürgerinitiative gegründet.
Kommt die Golfanlage, wird Mascherode wachsen. Denn am Ortsrand sollen die Baugebiete Kohliwiese und In den Springäckern-Süd entstehen. Über den Verkauf der Grundstücke soll der Bau der Golfanlage finanziert werden.
Bekannt ist, dass Bauen dort nicht unproblematisch erscheint. Auch die Stadt Braunschweig wollte einst dort bauen. Das Vorhaben schien jedoch so riskant und teuer, dass der Plan wieder verworfen wurde. (...)
Externer Link: Vollständiger Artikel in der BZ vom 04-12-2009

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28. November 2009
- Artikel in der Braunschweiger Zeitung von Jörn Stachura

Irritation über Insolvenz des Golfplatz-Betreibers
Oberbürgermeister-Sprechstunde verschoben
Erst vermeldete das Amtsgericht Braunschweig die Aufnahme eines Insolvenzverfahrens gegen Christian Arenz und nahm es nur zehn Tage später zurück. Der Initiator des geplantes Mascheroder Golfplatzes nannte das Verfahren "ohne Bedeutung für das Golfplatz-Projekt".
Ein alter Streit mit einem Finanzamt und ein "übermotivierter Gutachter" hätten das Verfahren ausgelöst, so Arenz. Binnen weniger Tage sei es gelungen, die Angelegenheit aufzuklären. "Die Golfplatz-Investoren wussten um das Verfahren und wussten auch, dass es ohne Bedeutung für das Projekt ist." (...)
(vollständiger Artikel als E-Paper bei der BZ, leider nur für registrierte Abonnenten)

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26. November 2009
- Artikel in der Braunschweiger Zeitung von Jörn Stachura

Golfplatz-Debatte endet mit Eklat
Bezirksbürgermeister droht, Saal räumen zu lassen - Golfplatz-Gegner verlassen empört Bezirksratssitzung
RAUTHEIM. Am Ende stand Bezirksbürgermeister Dirk Rühmann mitten im Saal, und drohte mit Räumung. Zurück schallte es: "Sie missachten den Souverän!" Dann verließen die Golfplatz-Gegner den Sitzungssaal.
Eigentlich hätte die Bezirksratssitzung Dienstagabend die Wogen der Erregung um das Golfplatz-Projekt glätten können. Das Gegenteil ist erreicht. "Ich lasse mich nicht wie ein Schüler behandeln", giftete vor dem Saal ein Mitsiebziger, der eigentlich gekommen war, um Fragen zum Golfplatz loszuwerden. (...)
Externer Link: Vollständiger Bericht in der BZ vom 26-11-2009

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24. November 2009
- Sitzung des Stadtbezirksrates -

Die SPD-Fraktion hatte im Vorfeld dieser Sitzung die Verwaltung aufgefordert Tagesordnungspunkte einzurichten, um die mit dem Golfresort Mascherode zusammenhängenden Planungen im Stadtbezirkrat vorzustellen.

Außerdem gab es zahlreiche Anfragen zum Golfresort, von Achim Weitner-von Pein, Bündnis 90/Die Grünen), die in dieser Sitzung beantwortet  wurden.

Somit wurden die Mitglieder des bezirksrates und die zahlreich erschienenen Zuhörer erstmals von der Verwaltung mündlich informiert, mit der Möglichkeit nachfragen zu stellen. Nach den Tagesordnungspunkten zur Vorstellung der Pläne wurde die Sitzung aber nicht unterbrochen, um Fragen der anwesenden Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen, solange die vortragenden Mitarbeiter der Verwaltung anwesend waren.
- Der dazu notwendige Antrag auf Unterbrechung der Sitzung wurde zu spät gestellt. -

Die BZ berichtete zewi Tage später (am 26. November)

Externer Link: Protokoll der Sitzung des Stadtbezirksrates 213 vom 24-11-2009
 

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24. November 2009
- Artikel in der Braunschweiger Zeitung von Jörn Stachura

Mascheröder Bauern wollen kein Land für geplanten Golfplatz verkaufen
Sieben wichtige Grundbesitzer in Sorge um Fortbestand der Höfe – Bürgerinitiative vor Gründung
Brauschweig-Mascherode – Mekka der Golfer in der Mitte Deutschlands. Doch ob sich diese Hoffnung erfüllt, scheint offen – denn es fehlen schlicht Flächen, um im geplanten Umfang Golf zu spielen. Denn Landwirte sperren sich.
Die Planungen für das Golf-Ressort Braunschweig-Mascherode laufen bei Stadt und Zweckverband auf höchsten Touren. Doch niemand kann gegenwärtig sagen, welche Folgen genau die unklaren Eigentumsverhältnisse auf dem geplanten Golfplatz haben. Denn es gibt eine Fraktion von Landbesitzern, die nicht daran denkt zu verkaufen: "Golf auf meinem Acker? Rutsch mir den Buckel runter!" (...)
Externer Link: Vollständiger Artikel in der BZ vom 24-11-2009

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24. November 2009
- Artikel in der Braunschweiger Zeitung von Bettina Habermann

"Stadtentwicklung nach Südosten wird unmöglich"
Bezirksratsmitglieder zur geplanten Golfanlage
Die umfangreiche Projektbeschreibung der geplanten Golfanlage mit Luxus-Hotel und Wohnbebauung liegt dem Stadtbezirksrat Südstadt-Rautheim-Mascherode (213) vor. In der nächsten Sitzung am 8. September steht das Projekt auf der Tagesordnung. Die SPD hat einen Antrag eingebracht. Von der Verwaltung möchte sie den Sachstand der Planungen hören. Zudem beantragt sie eine Bürgersprechstunde.
Vorab fragten wir den Bezirksbürgermeister, den SPD-Fraktionsvorsitzenden und die Vertreter von FDP und Grünen nach ihrer Meinung zu dem Projekt.
Dirk Rühmann (CDU):
"Wir, die CDU-Fraktion und ich als Bezirksbürgermeister, befürworten das Golfplatzprojekt, da es Mascherode und die Stadt Braunschweig sehr stark aufwerten wird. Wir sehen in der Golfanlage eine Grünanlage, die gepflegt werden und sich gut in die Natur einpassen wird. Außerdem ist Golf ein ruhiger Sport, und der Autoverkehr wird
über die Autobahn und nicht durch den Ort fleißen. Der vorgesehenen Wohnbebauung stehen wir ebenfalls positiv gegenüber, weil es anderswo in unserem Stadtbezirk auch passiert." (...)
(vollständiger Artikel als E-Paper bei der BZ, leider nur für registrierte Abonnenten)

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04. November 2009
- Sitzung des Planungs- und Umweltsausschusses der Stadt

Erstmals wurde zum 4. November der Planungs- und Umweltausschuss mit den Plänen rund um das Golfresort befasst.

Die Verwaltung wollte in einem beschleunigten Verfahren den Flächennutzungspan für den Bereich Mascherode Feldmark beschließen lassen und gleichzeitig die Bebauungspläne für das Golfresort mit Golfhotel und die Bebauungsgebiete "In den Springäckern" und "Kohliwiese" auf den Weg bringen.

Die entsprechenden Beschlüsse wurden von der CDU/FDP-Ausschussmehrheit durchgesetzt. Bedenken gegen das beschleunigte Verfahren der SPD-Fraktion wurden beiseite geschoben.

Die im Planunugs- und Umweltausschuss vorgestellten Unterlagen sind hier einzusehen:
1. DS 12867/09: 101. Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Braunschweig „Golf-Resort/Mascherode-Südwest“ - Planungsbeschluss Anlage
2. DS 12892/09: Vorhabenbezogener Bebauungsplan mit Gestaltungsvorschrift
„Golf-Resort Mascherode“, MA 65  - Planungsbeschluss Anlagen
3. DS 12889/09: Bebauungsplan mit Gestaltungsvorschrift „In den Springäckern-Süd“, MA 64  - Planungsbeschluss Anlagen
5. Nr. 12888/09 Bebauungsplan mit Gestaltungsvorschrift „Kohliwiese“, MA 66  - Planungsbeschluss Anlagen
6. Golf-Resort Nutzungskonzept des Planers
 

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03. November 2009
Brief an den Bezirksbürgermeister und die Verwaltung, mit der Bitte auf der nächsten Sitzung des Bezirksrates über des Status der Planungen zum Golfresort zu berichten.

Nachdem die SPD im Stadtbezirksrat am 8. September mit einem Antrag  gescheitert war, in dem gefprdert wurde, die Pläne zum Golfresort im Stadtbezirksrat so bald wie möglich vorzustellen. bat Detlef Kühn - beratendes Bezirksratsmitglied der SPD-Ratsfraktion - darum, entsprechende Tagesordnungspunkte zur nächsten Sitzung des Stadtbezirksrates am 24. November einzurichten.
Der Brief ist hier als pdf-Dokument einzusehen

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08. September 2009
- Sitzung des Stadtbezirksrates -

Zu dieser Sitzung des Stadtbezirksrates stellte die SPD-Fraktion folgenden Antrag:
TOP 7d: Sachstand Golf-Ressort Mascherode
Die Verwaltung wird gebeten, dem Stadtbezirksrat schnellstmöglich den Sachstand zur Realisierung durch Verwaltung und Investor vorzustellen.

Die SPD-Fraktion wollte mit diesem Antrag erreichen, dass das Informationsbedürfnis der Bezirksratsmitglieder und der vom den Golfresort-Planungen betroffenen Mascheroder Bürgerinnen und Bürgern möglichst bald in einer öffentlichen Sitzung befriedigt wird. Bestürzt nahmen die SPD-Fraktion das die Ablehnung dieses Antrages durch die Mehrheit der CDU/FDP-Gruppe zur Kenntnis.
- Offenbar hatten wir das Informationsbedürfnis von CDU und FDP überschätzt.
Der SPD-Antrag wurde mit den 7 Stimmen von CDU und FDP abgelehnt.
Externer Link: Protokoll der Sitzung des Stadtbezirksrates 213 vom 08-09-2009

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04.September 2009
- Artikel in der Stadtbezirkszeitung Südnachrichten / Mascherode Aktuell,
Ausgabe 2009-3

In dieser Ausgabe gab es folgende unten aufgeführte Beiträge zum Thema Golfresort Mascherode
1. Golfresort – Rechnung ohne den Wirt gemacht
2. Mascheroder Bürgerstimmen zum Golfobjekt
3. Der Lage- und Strukturplan des Investors

Golfresort – Rechnung ohne den Wirt gemacht
Von Dieter Pilzecker, Mascherode
■ Die Planer eines Golfresorts in Mascherode machen Dampf, nicht nur in der regionalen Presse, son-dern auch im Rathaus und im Zweckverband Großraum Braunschweig. Die recht konkreten Planungsvor-stellungen wurden dem Planungsausschuss mitgeteilt. Der Zweckverband beschäftigt sich bereits seit einiger Zeit mit der Einleitung eines Raumordnungsverfahrens der Sache und überwies den Planern einen 40-Fragen-Katalog, der vor einer weiteren Bearbeitung zum Teil gutachterlich beantwortet werden muss. Das ist durchaus eine Hürde.
Doch haben die Planer nicht das Pferd vom Schwanze aufgezäumt, haben Sie nicht die Rechnung ohne den Wirt gemacht? Müssten vor Bau- und Gestaltungsplänen nicht der Grund und Boden gesichert sein auf dem die Großanlage von über 200 ha entstehen soll? Über zwei Dutzend Landeigner müssen unter eine Hut gebracht werden.
Doch die schwierigste Aufgabe des Vorhabens wird nicht angegangen, wird hinausgeschoben und zu-nächst einmal kräftig Druck gemacht. Da ist es verständlich, dass vier Eigentümer größerer Flächen, deren Besitz seit Generationen in Familienhand liegt, dem zurzeit führenden Zweckverband mitgeteilt haben, dass ihre Flurstücke zum Verkauf oder zur Verpachtung für die geplante Maßnahme nicht zur Verfügung stehen. Diese Ländereien umfassen insgesamt 35 Flurstücke, die sehr verstreut in der Feldmark liegen (siehe auch Flurkarte).
Es gibt sicher auch andere, die ihr Land nicht hergeben wollen. Es gibt aber auch solche, die kaum noch Beziehung zu ihrer Scholle haben, und gern einen ordentlichen Preis für ihr Land beziehen würden.
Ein Hinweis soll den bereitwilligen Eigentümern doch noch gegeben werden. Den Verkauf zu einem redlichen Preis kann man verstehen, eine Verpachtung ist jedoch mit Vorsicht zu genießen. Für die Um-gestaltung der Ackerfläche in eine Golfanlage müssen nämlich derartige Veränderungen vorgenommen werden, dass das Land nicht wieder landwirtschaftlich genutzt werden kann. Sollten die Betreiber der Golfanlage, was nie auszuschließen ist, insolvent gehen, lässt sich das Land wohl kaum noch weiterver-pachten.
Die Planer haben ihre Vorstellungen bereits reduziert. Waren es früher drei 18-Loch-Plätze sind es heute nur noch zwei und ein 9-Loch-Platz. Wenn damit den nicht zur Verfügung stehenden Flächen Rech-nung getragen werden soll, dann ist die Abspeckung nach dem heutigen Stand der Dinge zu gering ausge-fallen.
Die Meinung der Mascheroder Bürger ist unterschiedlich. Dabei ist verständlich, dass die Protestler sich deutlicher und lauter artikulieren als die Befürworter. Viele meinen, dass der Betrieb der Anlage sie erheblich mehr belästigen wird als die Landwirtschaft.

Sn-ma 2009-3-lq Golfresort Lage- Und Strukturplan

Diese Grafik zeigt den Lage- und Strukturplan des Inverstors (grau). Für die mit „WA“ gekennzeichneten Flächen ist eine Wohnbebauung vorgesehen. Die Häuser sind aber nicht zum freien Verkauf bestimmt, sondern sollen im wesentlichen für zukünftige Golf-Resort-Nutzer reserviert werden.
Die blauen Flächen gehören Eigentümern, die schriftlich erklärt haben, dass ihre Flächen nicht für das Projekt zur Verfügung stehen. Darüber hinaus soll es noch Flächenbesitzer geben, die unentschlossen sind.

Mascheroder Bürgerstimmen zum Golfobjekt
■ Der Redaktion sind einige Meinungen Mascheroder Bürgerinnen und Bürger zugegangen, die wir an dieser Stelle dokumentieren:

Ich sehe den Bau der Golfanlage in unserer Feldmark positiv. Etliche Bereiche unseres Ortes, z.B. hinter der Sporthalle, sind in den letzten Jahren verändert worden. Ähnliches könnte mit den freien Flächen in der Feldmark auch geschehen. Da ist eine Golfanlage der Landschaft angepasster. Kurt Wellner

Meine Meinung ist ambivalent. Aus wirtschaftlicher Sicht befürworte ich das Vorhaben, denn es belebt den Arbeitsmarkt durch Dutzende von Arbeitsplätzen. Andererseits habe ich Schwierigkeiten zu sehen, dass für ein elitäres Vergnügen das ländliche Umfeld des Ortes kaputt gemacht wird. Gabie Skusa-Krempec

Die Golfanlage würde zu großen nachhaltigen landschaftlichen, wasserhaushalts- und verkehrstechnischen Veränderungen führen. Bereits vorhandene Probleme würden dadurch sicher verschärft. Dabei würden wertvolle landwirtschaftliche Nutzflächen, die auch einen großen Erholungswert für alle Bürger haben, für ein Mammutobjekt geopfert, dessen Wirtschaftsprognosen sicher sehr fragwürdig sind. Dr. Wolf-Peter Eulner

Als Landwirt kann ich die Veränderungen durch die Golfanlage nur negativ sehen, denn es geht viel gutes Ackerland verloren. In der Welt herrscht großer Hunger, da kann man den Boden doch nicht einfach aufgeben. Zum anderen dürfte es mehr Unruhe durch den zusätzlichen Verkehr geben. Klaus Schmidt

Ich finde, dass die Gegend um Mascherode für eine große Hotelgästeschar nicht attraktiv genug ist. Ein komfortables Hotel in der Golfanlage würde der Stadt Braunschweig einen schlechten Dienst erweisen, wenn es auf Kosten eines luxuriösen Innenstadthotels entstünde. Rolf Schönberg

 

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19. August 2009
- Mitteilung an den Planungs- und Umweltausschuss -

An die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses erging an diesem tag die angefügte Mitteilung. Dies Mitteilung wurde auch an die Mitglieder des Stadtbezirksrates 213 als "Mitteilung außerhalb von Sitzungen" geschickt.

Die politischen Gremien erhielten erstmals offiziell nähere Informationen zum Projekt. Die entsprechenden öffentlichen Unterlagen sind hier einzusehen.

1. DS-10306-09 Golf-Resort Braunschweig-Mascherode
2. DS-10306-09 Golf-Resort Braunschweig-Mascherode_Anlage
 

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14. August 2009
- Artikel in der Braunscheiger Zeitung von Ralph-Herbert Meyer

40 ungeklärte Fragen zur Luxus-Golfanlage
Zweckverband wartet bei der Prüfung der Regionalverträglichkeit auf Gutachten des Projektentwicklers
Das Auge gleitet über Seenlandschaften und kleine Inseln, geschwungene Brücken weisen den Weg. So wirbt der Golfclub Gleidingen für seine Anlage vor den Toren Hannovers. Entworfen hat sie der deutsch-kanadische Architekt David Krause.
Auf diesem gestalterischen Top-Niveau der fein geformten Hügellandschaft dürfte sich auch die geplante Luxus-Golfanlage in Mascherode bewegen, wenn sie denn Realität wird. (...)
(vollständiger Artikel als E-Paper bei der BZ, leider nur für registrierte Abonnenten)

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08.August 2009
- Artikel in der Braunschweiger Zeitung von Ralph-Herbert Meyer

Luxus-Golfanlage in Mascherode wird immer wahrscheinlicher
Stadt bestätigt: 40-Millionen-Euro-Plan kommt bereits im September in die politischen Gremien
Als Christian Arenz, Geschäftsführer der Braunschweig Fairway GmbH, Anfang des Jahres seine Pläne für ein Golf-Eldorado in Mascherode in unserer Zeitung erläuterte, überwog die Zahl der Skeptiker. Sie müssen umdenken: Das Vorhaben nimmt Fahrt auf.
Das bestätigte gestern die Stadt auf Anfrage. Das Thema wird konkret. Die politischen Gremien werden sich im September damit befassen. (...)
Externer Link: Vollständiger Artikel aus der BZ vom 08-08-2009

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05.Juni 2009
- Artikel in der Stadtbezirkszeitung Südnachrichten / Mascherode Aktuell,
Ausgabe 2009-2

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Der Golfball als aufgehende Sonne über der Mascheroder Feldmark - Hoffnung oder Bedrohung?

Bericht über den aktuellen Stand der Planungen zum Golfresort auf Seite 2

Planung für Golfresort weit fortgeschritten
■ Südwestlich von Mascherode soll ein großes Golfresort entstehen. Die Vorstellungen sind bereits ziemlich konkret: Mitte April hat der Investor die Pläne im Rahmen des Raumord-nungsverfahrens vorgestellt. Fast die gesamte Mascheroder Feldmark südlich der Stöck-heimstraße bis zum Wald und bis zur Salzdahlumer Straße soll umgewandelt werden.
Es sollen 3 Golfplätze zu je etwa 60 Hektar entstehen, einer als Teichlandschaft, einer als bewaldete Landschaft und einer mit offenem Charakter – z.B. mit Sandbänken – gestaltet wer-den. Weiterhin wird geplant ein vierstöckiges 4-5-Sterne-Hotel mit 140 Zimmern und 20 A-partments hinter dem Feldweg zur Springquelle, eine Golfakademie mit Übungsgelände, ein Clubhaus für einen Verein mit bis zu 900 Mitgliedern sowie die entsprechenden Parkplätze zu errichten.
Außerdem haben die Planer zwei Wohngebiete mit einer Gesamtgröße von 18,5 ha vorgesehen: eines westlich der Kohliwiese mit größeren Baugrundstücken bis 1500 m² und ein ande-res angrenzend an das Wohngebiet In den Springäckern mit normaler Einfamilienhausbebauung.
Die gesamten Anlagen an der Stöckheimstraße sollen über einen Kreisverkehr angebunden werden. Es wird damit gerechnet, dass in den Hauptzeiten des Golfbetriebs stündlich bis zu 60 Autos zusätzlich die Stöckheimstraße befahren.
Ein Drittel der erforderlichen Fläche von 225 Hektar soll durch Kauf erworben werden, zwei Drittel durch Pacht.
Das Raumordnungsverfahren ist vom Zweckverband Großraum Braunschweig eingeleitet worden. Die politischen Gremien vor Ort, der Bezirksrat, der Rat der Stadt und seine Ausschüsse sind bisher noch nicht eingebunden.
Dieter Pilzecker, betroffener Anwohner, steht dem Projekt kritisch gegenüber: „Ich bin anders als unser Bezirksbürgermeister Dirk Rühmann nicht angetan von solchen Veränderungen, ebenso wie die meisten Mascheroder Mitbürger und ein Teil der Grundstückseigentümer. Dass die Umwandlung der landwirtschaftlichen Idylle in einen unruhigen Golfbetrieb eine „Aufwertung“ Mascherodes ist – wie Rühmann meint – mögen viele nicht einsehen. Aber zum Glück steht noch in den Sternen, wie die Projektplaner den Landerwerb tätigen wollen. Denn etliche Eigentümer, die mehr als zwei Dutzend Flurstücke in der Feldmark besitzen, sind nicht bereit, ihr Land herzugeben. Sollten sie bei ihrer Haltung bleiben, könnte das ganze Projekt scheitern, denn die verstreuten Flurstücke geben keine größeren zusammenhängenden freien Flächen für die Golfplätze her.“

 

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14. Mai 2009
- Artikel in der Braunscheiger Zeitung von Kai-Uwe Ruf

Hotelstreit mit Braunschweig droht
WOLFENBÜTTEL Pläne für Golfplatz, Luxusherberge und Wohngebiet in Mascherode sorgen für Unruhe
Zwischen Wolfenbüttel und dem großen Nachbarn Braunschweig droht ein Streit. Es geht um Pläne für einen Golfplatz, ein luxuriöses Hotel und ein großes Baugebiet.
Das alles soll im Braunschweiger Vorort Mascherode in unmittelbarer Nachbarschaft zu Wolfenbüttel entstehen. Die Wolfenbütteler treiben aber bereits selbst Pläne für eine Nobelherberge in ihrer Innenstadt voran, und sie haben auch umfangreiche Pläne für ähnliche Baugebiete entworfen. (...)
Externer Link: Vollständiger Artikel aus der BZ vom 14-05-2009
 

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16. April 2009

Antragskonferenz

Am 16. April 2009 fand beim Zweckverband Großraum Braunschweig eine sogenannte Antragskonferenz statt, bei der die Planungen des Vorhabenträgers den Anwesenden Vertretern von Trägern öffentlicher Belange vorgestellt wurde.

Das Protokoll dieser Antragskonferenz finden sie hier:
Protokoll Antragskonferenz 16,.04.2009

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06. Februar 2009
-  Artikel in der Braunscheiger Zeitung von Ralph-Herbert Meyer

Geplante Golfanlage erhitzt Gemüter
Projektentwickler Christian Arenz: Bau wird immer wahrscheinlicher - Skepsis in Mascherode bleibt
210 Hektar Land, drei 18-Loch-Golfplätze und ein Spitzenhotel. Welch gigantisches Projekt für Braunschweig. Bis zu 40 Millionen Euro sollen dafür Investoren auf den Tisch blättern. 50000 Gäste mehr sollen pro Jahr nach Braunschweig kommen, um im Golfresort Mascherode einzulochen, um Urlaub zu machen. Das sind Eckdaten eines Plans. (...)
Externer Link: Vollständiger Artikel aus der BZ vom 06-02-2009

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6. Dezember 2008
- Artikel in der Stadtbezirkszeitung Südnachrichten / Mascherode Aktuell,
Ausgabe 2008-4


Sn-ma 2008-4 Titelseite 150 Px

Angeblich wollen Investoren südlich der Stöckheimstraße ein über 200 ha großes Golfresort errichten. Die Informationslage ist dünn, viele Bürger sind besorgt.

Kommt das Golfresort Mascherode?
■ Im Frühjahr und auch jetzt im Herbst berichtete die Braunschweiger Zeitung in großer Aufmachung über die Planungen zur Erstellung einer Golfanlage mit drei Plätzen und einem Nobelhotel in der Feldmark Mascherodes südlich der Stöckheimstraße. Mittlerweile ist dafür auch eine Verwaltungs-GmbH ins Handelsregister eingetragen worden.
Die publikumswirksame Darstellung in der BZ ist erheblich größer als das, was man vor Ort erkennen kann. Mehr als zwei Dutzend Eigentümer müssten ihr Land hergeben, um die in der Planung vorgesehene Fläche von mehr als 200 Hektar verfügbar zu machen. Sie alle unter einen Hut zu bringen, ist eine schwer lösbare Aufgabe. Denn es geht nicht nur um einen materiellen Ausgleich, den die Eigentümer für ihr Land bekämen. Es geht auch um das Überlassen von Kulturland, das viele Generationen mit ihrer Hände Arbeit durch Säen und Mähen beackert haben. Diese emotionale Bindung zusammen mit einer materiellen Sicherheit für die Zukunft kann so leicht kein Kaufgebot aushebeln.
Nach unseren Informationen ist es nicht nur ein „Bauer um dessen Grundstück herum gebaut werden könnte“ (wie die BZ im letzten Artikel formulierte), sondern es sträuben sich ein halbes Dutzend Eigentümer, deren Flurstücke so verteilt liegen, dass keine größere einheitliche Fläche für die geplante Anlage nutzbar wäre.
Die anfängliche Vorgehensweise der Planer des Projektes lässt an deren Professionalität und Zuverlässigkeit zweifeln. In einem Schreiben scheinen sie Druck machen zu wollen, indem sie mitteilen, dass mit einem Baubeginn Ende 2008 zu rechnen sei. Wer nur ein wenig vom Baurecht versteht, weiß, dass man eine Fläche nicht von heute auf morgen einfach anders nutzen darf, sondern die Änderung des Flächennutzungsplanes und eventuell die Erstellung eines Bebauungsplanes erforderlich sind. Dies sind Vorgänge, für die Verwaltung und Politik oft viele Jahre brauchen. Leider lässt sich über die Planer auch nichts im Internet erfahren, sodass man besser wüsste mit wem man es da eigentlich zu tun hat.
Offenbar wollen die Planer oder Investoren die Fläche eher pachten als kaufen, denn das würde die Kosten nicht so sehr in die Höhe treiben. Es liegen bereits Pachtverträge vor, die aber nach Meinung einiger Betroffener sehr einseitig zugunsten der Pächter formuliert sind: „Diese Verträge dürfte niemand unterschreiben, der auf Sicherheit bedacht ist und zukunftsorientiert denkt. Schließlich wird durch die Golfanlage die Bodenformation derart verändert, dass nach einem eventuellen Scheitern des gesamten Vorhabens und der Beendigung des Pachtverhältnisses das Land nicht ohne weiteres wieder landwirtschaftlich nutzbar ist. Entstandene Biotope müssten eventuell sogar erhalten bleiben und wären künftig überhaupt nicht mehr zu beackern.“
Den fruchtbaren Acker der Mascheroder Feldmark ließe man besser in den Händen der Landwirte und sähe sich lieber für den schönen Golfsport an anderer Stelle nach einem weniger wertvolle Boden um, meinen viele Mascheröder Bürgerinnen und Bürger.

Kommentar von Detlef Kühn:
■  Die Planung eines 5-Sterne-Golfresort zwischen Mascherode und Stöckheim, südlich der Stöckheimstraße, steckt immer noch in den Anfängen. Viele Mascheröder hoffen, dass es auch dabei bleibt. Die Chancen dazu sind gut.
Es ist mehr als fraglich, dass der Investor die erforderliche Fläche zusammenbekommt. Denn der Umgang mit den Mascherödern scheint nicht immer fair zu sein. Noch ist nichts entschieden!

 

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03. November 2008
- Die Braunschweiger Zeitung berichtet im Zusammenhang mit geplanten Luxus-Hotels für Braunschweig auch zur Planung des Golfresort Mascherode. Wir zitieren hier aus der BZ vom 3.11.2009

- Artikel in der Braunscheiger Zeitung von Bettina Habermann Ralph-Herbert Meyer

Jahrelang ging nichts, jetzt besteht Aussicht auf gleich zwei Luxushotels
Finanzierungskonzept für Bau im Bürgerpark noch offen – Gesellschaft für Golfanlage in Mascherode gegründet
Dass Braunschweig Defizite bei der Bettenkapazität in Spitzenhotels hat, ist unumstritten. Gefordert wird insbesondere auch von Veranstaltern eine Nobelherberge mit Leuchtturm-Wirkung.
Unabhängig von den städtischen Plänen im Bürgerpark scheint das jetzt möglich. Und zwar in Mascherode im Rahmen einer großen Golfsport-Anlage. (...)
Externer Link: Vollständiger Artikel aus der Braunschweiger Zeitung vom 3.11.2008

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24. April 2008
- Die Verwaltung nahm den Artikel aus der Braunschweiger Zeitung vom 23. April zum Anlass, ihrerseits nun vorher zurückgehaltene Informationen zu dem Projekt "Golfresort Mascherode" dem politischen Gremium "Wirtschaftsausschuss" bekannt zu geben.

Wir geben hier den Inhalt dieses Schriftstückes wider. (Dieses Schriftstück ist auch im Ratsinformationsystem der Stadt Braunschweig unter der Drucksachen-Nummer DS 9518/08 einzusehen.)

Ansiedlung eines Golfsresorts
Die Braunschweiger Zeitung hat in ihrer Ausgabe vom 23. April 2008 über Planungen zur
Errichtung eines Golf-Resorts mit drei Golfplätze und einem 5-Sterne Hotel mit bis zu 200
Zimmern berichtet, dass südlich des Ortsteils Mascherode auf einer Fläche von 230 ha
entstehen soll.
Die Verwaltung bestätigt, dass für dieses Projekt in den letzten Wochen
Informationsgespräche mit einem Projektentwickler stattgefunden haben. Da der
Projektentwickler zunächst in Gesprächen mit den betroffenen Grundstückseigentümern
deren Verkaufsbereitschaft klären wollte, ist von beiden Seiten zunächst Stillschweigen
vereinbart worden, um eine mögliche Projektrealisierung nicht zu gefährden. Die politischen Gremien sollten eingebunden werden, sobald sich abzeichnen würde, dass sich die Gespräche mit den Grundstückseigentümern positiv gestalten.
Der vom Projektentwickler in diesem Zusammenhang geäußerten Bitte nach einer defensiven Informationspolitik ist die Verwaltung nachgekommen und hat durch schriftliche Mitteilung außerhalb von Sitzungen vom 22. April 2008 nur grundsätzlich über das in Diskussion befindliche Vorhaben informiert.
Die ausführlicheren und über die in vorgenannter Mitteilung hinausgehenden Informationen, die im Bericht der Braunschweig Zeitung vom 23. April 2008 enthalten sind, sind nicht durch die Wirtschaftsförderung zur Verfügung gestellt worden, da diese sich stets an Absprachen zur Vertraulichkeit hält.
Der Projektentwickler ist daher von der Wirtschaftsförderung befragt worden und hat sich am 24. April 2008 dazu ausführlich geäußert.

Die wesentlichen Inhalte seiner Stellungnahme sind nachfolgend wiedergegeben:
· Ausgelöst durch eine Anfrage des Stadtbezirksrates 213 wollte die Braunschweiger
Zeitung auf Grund der ihr vorliegenden Informationen über das Thema redaktionell
berichten. Um zu verhindern, dass nicht abgesicherte Informationen Gegenstand des
Artikels werden, ist vom Projektentwickler und Hauptinvestor entschieden worden,
gezielte Informationen aus erster Hand an die Braunschweiger Zeitung zu geben. Diese
Vorgehensweise wurde im Vorfeld mit der Wirtschaftsförderung nicht abgestimmt.
· Laut Aussage des Projektentwicklers wurde der Braunschweiger Zeitung deshalb
folgende Informationen übermittelt:
- 5-Sterne-Hotel mit 200 Zimmer,
- es besteht keine Konkurrenz zum geplanten 5-Sterne-Hotel im Bürgerpark
aufgrund der prognostizierten Besucherzahlen für die Golfanlage,
- die Errichtung von 3 Golfplätze ist geplant,
- es werden ca. 60.000 Gäste jährlich erwartet,
- es handelt sich um eine reine Tourismusanlage,
- der Name des Projektentwicklers und Hauptinvestors darf nicht genannt
werden.
Der Projektentwickler hat in diesem Zusammenhang nochmals um Verständnis gebeten,
dass das vereinbarte Stillschweigen von seiner Seite nicht eingehalten worden ist, um die Verbreitung unrichtiger Informationen zu vermeiden.
i. V.
gez.
Roth

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23. April 2008
- Die Braunschweiger Zeitung berichtet von dem Projekt deutlich ausführlicher als die Informationen der Verwaltung es ermöglichen.  Wir zitieren hier aus der BZ vom 23.4.2008

- Artikel in der Braunscheiger Zeitung von Bettina Habermann Ralph-Herbert Meyer

Fünf-Sterne-Hotel und riesige Golfanlage bei Mascherode geplant
Stadt bestätigt gestern Abend während der Bezirksratssitzung Gespräche mit einem Projektentwickler
Die Verwaltung hält sich in ihrer Antwort auf eine Anfrage während der gestrigen Sitzung des Bezirksrats zurück. Sie bestätigt nur Vorgespräche mit einem Projektentwickler. Aber nach BZ-Informationen soll bei Mascherode ein riesiges Golf-Resort entstehen. (...)
Externer Link: Vollständiger Artikel aus der BZ vom 23-04-2008

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22. April 2008
- Wie alles anfing -

- Zur Sitzung des Bezirksrates am 22. April 2008 gab es eine Anfrage der CDU/FDP-Gruppe im Stadtbezirksrat. Offensichtlich hatten Mitglieder dieser Gruppe etwas "läuten" gehört und wollten genaueres wissen.
 
Die Anfrage lautete:
TOP 2g: Planung Golfplatz Stöckheimstraße

Die Verwaltung wird um Auskunft gebeten, ob es Planungen gibt, an der Stöckheimstraße einen Golfplatz zu bauen.

Die Antwort der Verwaltung lautete:
Die Verwaltung ist von einem Projektentwickler angesprochen worden, der mehrere Investoren vertritt, die namentlich hier nicht bekannt sind.

Das letzte Gespräch mit dem Projektentwickler hat am 21. April 2008 unter Beteiligung des Baudezernates und des Wirtschaftsdezernates stattgefun-den. Prinzipiell ist über Einzelheiten noch Vertraulichkeit vereinbart worden, um das Projekt nicht zu gefährden. Folgendes kann jedoch schon mitgeteilt werden:

Es wird geprüft, ob eine Golfresortanlage südlich der Stöckheimstraße (Ortsteil Mascherode) mit Golfakademie errichtet werden kann. Der Projektentwickler hat mitgeteilt, dass die Anlage laut erster Vorplanung auf einer Fläche von rund 200 ha errichtet werden soll, die momentan fast ausschließlich landwirtschaftlich genutzt wird und sich nahezu komplett in pri-vatem Eigentum befindet. Die ersten Gespräche mit mehreren Grundstückseigentümern hat der Entwickler bereits geführt - weitere Gespräche sind seiner Auskunft nach noch erforderlich. Die Stadt Braunschweig ist als Grundstückseigentümer lediglich mit einer Fläche von 0,5 ha betroffen.

Der Verwaltung liegen derzeit weder eine Bauvoranfrage noch ein Entwicklungskonzept vor.
Das weitere Vorgehen wird abhängig sein von dem Gesprächsverlauf des Projektentwicklers und den privaten Grundstückseigentümern.

Sollten die Gespräche zwischen dem Projektentwickler und den privaten Grundstückseigentümern erfolgreich verlaufen, wird das Projekt den politischen Gremien vorgestellt.

Ganz allgemein begrüßt die Verwaltung die Idee, die sportliche und touristische Infrastruktur der Stadt zu stärken.

Anmerkung der Redaktion:
- Die Presse war ebenfalls anwesend und berichtete am nächsten Tag mit deutlich mehr Informationen als die Verwaltung bereit war zu geben.